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das älteste Licht des Universums
Kosmische Hintergrundstrahlung
Die Entdecker hielten das Rauschen zuerst für eine Störung – sie putzten sogar Taubendreck aus ihrer Antenne. Es blieb. 1978 bekamen sie dafür den Nobelpreis.
Zahlen
- Losgeflogen
- 380 000 Jahre nach dem Urknall
- Temperatur heute
- 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt (-270 °C)
- Unterschiede
- nur etwa 1 Hunderttausendstel
- Entdeckt
- 1964 von Arno Penzias und Robert Wilson
- Vermessen von
- COBE, WMAP und Planck
Wissenswertes
- Ein kleiner Teil des Schneegestöbers auf alten Fernsehern (ohne Sender) war Hintergrundstrahlung – Licht vom Anfang der Welt im Wohnzimmer.
- Die winzigen wärmeren und kälteren Flecken sind die Keime für alles, was später kam: Aus ihnen wuchsen Galaxienhaufen, Fäden und Leeren.
Warum gerade 380 000 Jahre?
Vorher war das Universum ein heisser, undurchsichtiger Nebel – wie dichter Nebel, durch den man nicht sehen kann. Als es auf rund 3000 Grad abgekühlt war, wurde es plötzlich durchsichtig. Das Licht von diesem Moment fliegt seither durch das All. Weiter zurück können wir mit Licht nicht schauen.
Warum sieht man es nicht?
Damals leuchtete es hellorange, rund 3000 Grad heiss. Durch die Ausdehnung des Raums wurden die Lichtwellen über tausendmal länger gezogen. Heute sind es Mikrowellen – unsichtbar für unsere Augen, aber Radioteleskope messen sie aus jeder Richtung.
Wo liegt das?
Kosmische Hintergrundstrahlung gehört zur Stufe «Das beobachtbare Universum» des kosmischen Zooms (Bildausschnitt rund 93 Milliarden Lichtjahre). So weit wir überhaupt sehen können. Licht braucht Zeit – wer in die Ferne schaut, schaut in die Vergangenheit. Am Rand leuchtet das älteste Licht, 380 000 Jahre nach dem Urknall. Ganz in der Mitte, unsichtbar klein, sind wir.
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